Johannes Martini






1866 Chemnitz - 1935 München

Architekturstudium an derTechnischen Staatslehranstalt Chemnitz.
Ende der 80er Jahre Studium an der Kunstakademie Berlin. Meisterschüler Skarbinas.
Mitglied im „Verband Deutscher Illustratoren“ (VDI), „Verband Deutscher Künstler“ (VDK).
2 Jahre „Academie Julian“, Paris.
2 Winter in Italien, u. a. Florenz, Rom, Neapel. Kontakte zur Diplomatie und dem Vatikan.
1892/94 Illustrationen u. a. für „Die Moderne Kunst“.
1893 Teilnahme an der „Großen Berliner Kunstausstellung“. Ausstellung im Pariser Salon.
Teilnahme an der Ausstellung „Handzeichnungen Berliner Künstler“ bei „Amsler und Ruthardt“, u. a. mit Corinth, Kollwitz, Liebermann, Menzel, Zille. Um 1900 stellte er im „Verein Berliner Künstler“ im Künstlerhaus aus.
1901 Auf Einladung von Prinz zu Stolberg-Wernigerode, Sekretär der Deutschen Botschaft in St. Petersburg, reist er nach Russland. Zahlreiche Porträtskizzen von Persönlichkeiten der russischen Gesellschaft entstehen.
1901/02 Ausstellungen in der Berliner Secession.
1903 und 04 Teilnahme an der „Berliner Kunstausstellung“ und der Weltausstellung in St. Louis.
1907 Umzug nach München.
1908 Dekorative Medaillons in dem von Danzer entworfenen Seepavillon.
Mitglied der „Münchner Künstlergenossenschaft (MKG)“. 1910 Teilnahme an der „Münchner Jahresausstellung im Glaspalast“.
1911 Teilnahme an der Jubiläumsausstellung der MKG zum 90. Geburtstag von Prinzregent Luitpold.
Teilnahme an der Kunstausstellung der „Juryfreien“.
1913 Teilnahme an der „XI. Internationalen Kunstausstellung im Glaspalast“.
1914 und 1922 Teilnahme an der Jahresausstellung im Glaspalast.
Martini war tätig in Berlin, München, Paris, Brüssel und Dresden, Israelsdorf b.Lübeck u.Chemnitz. Aufenthalte an der nordfranzösischen und an der belgischen Küste (De Panne), an der Ost- und Nordsee (Travemünde), in St. Moritz, Kössen, in St. Petersburg, Rom, Neapel, Florenz, Meran, Bad Kissingen, Bad Tölz, Bad Neuenahr.
Er hat hauptsächlich in der Berliner Secession und im Münchner Glaspalast ausgestellt, aber auch im Pariser Salon. Er war als Illustrator für verschiedene Zeitschriften tätig, insbesondere für die „Moderne Kunst“, Richard Bang-Verlag, Berlin, gelegentlich auch für die „Jugend“.
Neben seiner freien künstlerischen Tätigkeit schuf er zahlreiche Porträts von Adeligen, Offizieren, dem Klerus (Kardinäle), Persönlichkeiten des Großbürgertums, Wissenschaftlern, Politikern (Minister, Oberbürgermeister), Musikern (Oscar Straaus),Schriftstellern (H.H.Evers, E.v.Wohlzogen),Künstlern (Fritz Behn).
Als Maler ist Martini dem Impressionismus französischer Schule zuzuordnen, mit pointillistischen Werkphasen. Als Illustrator dominieren Stilmerkmale des Jugendstil.

1964 erwarb die Münchener Städtische Galerie im Lenbachhaus (Blaue Reiter-Sammlung) vier Ölbilder von Dr. Peter Martini, dem Sohn des Künstlers.
Das Archiv des Erzbistums München und Freising besitzt mehrere Porträtstudien Martinis von Kardinal Vanutelli als Nuntius in Bayern, von dem Martini auch großformatige Porträts in Öl schuf.


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